Alex Lépic: Lacroix und das Sommerhaus in Giverny

Vierter Fall für den Pariser Commissaire
Alex Lépic Alexander Oetker Lacroix und das Sommerhaus in Giverny Paris Frankreich Krimi Kampa Verlag

Lacriox und das Sommerhaus in Giverny ist der vierte Kriminalroman um den sympathischen Pariser Commissaire Lacroix. Diesmal entführt uns Alex Lépic alias Alexander Oetker in die Normandie, genauer gesagt nach Giverny. Dort kann man nicht nur den Seerosenteich von Monet bestaunen, es geschehen auch Morde…

Lacroix und das Sommerhaus in Giverny – Darum geht’s:

Es ist August in Paris und die Stadt ist wie ausgestorben – zumindest die Pariser haben die Metropole verlassen und verbringen den Sommer auf dem Land oder am Meer. Auch Commissaire Lacroix genießt die Ruhe im Kommissariat, bis ihn eine ungewöhnliche Einladung ereilt: Madame de Touquet, eine Grande Dame der feinen Pariser Gesellschaft, möchte ihn sehen, denn sie hat einen Verdacht. Jemand möchte sie töten und tatsächlich: In ihrem Körper lassen sich Spuren von Arsen nachweisen. Lacroix soll herausfinden, wer ihr nach dem Leben trachtet. Das geht am besten beim jährlichen Sommerfest der Familie de Touquet in ihrem Anwesen in Giverny.

Sommer-Krimi deluxe

Wer auf der Suche nach schön geschriebenen, leichten Kriminalromanen mit sehr viel Flair ist, der sollte unbedingt zur Lacroix-Reihe von Alex Lépic greifen! Nachdem mir bereits die ersten drei Bände bzw. Fälle sehr gut gefallen haben, reiht sich nun „das Sommerhaus in Giverny“ bestens ein. Es ist ein absolut charmanter Sommer-Krimi – warm und leicht, atmosphärisch und irgendwie pittoresk. Das Setting in Giverny – dem Sehnsuchtsort für alle Monet-Liebhaber – ist bestens gewählt und passt zur sommerlich-idyllischen Stimmung des Buches. Doch selbstverständlich trügt der Schein, denn hinter der Fassade werden Intrigen gesponnen und heimlich Fäden gezogen. Und dann passiert tatsächlich ein Mord…

Lacroix – der neue Maigret

Ich muss sagen, mir ist Commissaire Lacroix im Laufe der Reihe sehr ans Herz gewachsen. Ein kluger älterer Mann, der sich auf seine Erfahrung und sein Bauchgefühl verlassen kann. Dabei stets taktvoll und höflich – ein wenig aus der Zeit gefallen. Nicht umsonst hat er den Spitznamen „Maigret“ weg – er selbst mag ihn gar nicht, doch er passt hervorragend. Pfeife rauchend, ohne störendes Handyklingeln und mit Sinn für den Genuss im Leben löst Lacroix seine Fälle und es macht einfach Spaß, ihn dabei zu begleiten.

Sprachlich wunderschön

Neben der sympathischen Hauptfigur und den Fällen, die viel mehr von ihrer Raffinesse als von Brutalität leben, gefällt mir auch der Schreibstil ausnehmend gut. Alex Lépic zeichnet sprachliche Bilder und verwandelt die Atmosphäre der Stadt in wunderschöne Sätze. Es gibt kaum derbe Ausdrücke und alles wirkt ebenso galant und formvollendet wie die Hauptfigur. Das macht die Krimis um Lacroix einfach rund – für mich der Inbegriff von Cozy Crime bzw. Wohlfühlkrimis.

Fazit: Lacroix und das Sommerhaus in Giverny

Mir hat „Lacroix und das Sommerhaus in Giverny“ richtig gut gefallen – es ist einfach perfekt für den Sommer. Leichte Krimikost mit einem Kreis Verdächtiger à la Agatha Christie. Sehr schön konstruiert und vor allem umgesetzt – sprachlich wie inhaltlich. Hier spreche ich doch sehr gern eine Leseempfehlung aus – generell für die gesamte Reihe!

Weitere Bände um Commissaire Lacroix
Hier geht’s zu den Rezensionen von Band 2 und 3, Informationen zu Band 1 „Lacroix und die Toten vom Pont Neuf“ gibt’s hier direkt beim Verlag.

Lacroix und das Sommerhaus in Giverny

Autor*in: Alex Lépic
Kategorie*n: Kriminalroman
ISBN: 978 3 311 12540 2
Verlag: Kampa
Seiten: 224
Copyright: Kampa

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