Frank Kodiak: Amissa

Gelungener Auftakt zu einer neuen Thriller-Reihe
Frank Kodiak Amissa Thriller

Amissa ist der erste Band einer neuen Thriller-Reihe, in dem das Ehepaar Rica und Jan Kantzius als Privatermittler tätig sind. Frank Kodiak ist das Pseudonym des Autors Andreas Winkelmann, der mit Amissa sein 20. Buch veröffentlicht hat.

Amissa – Darum geht’s:

In der Nähe einer Autobahnraststätte werden Rica und Jan Kantzius Zeugen eines Unfalls: Ein Mädchen rennt panisch auf die Fahrbahn und wird von einem Auto erfasst. Jan ist dabei, als das Mädchen stirbt und hört ihre letzten Worte: „Die Grube…“ Kurz darauf explodiert ein Wohnmobil, in dem die Polizei eine verkohlte Leiche findet. Könnte er derjenige sein, der das Mädchen entführt hat, kurz nachdem es mit seinen Eltern umgezogen ist? Die Privatdetektive Rica und Jan begeben sich auf die Suche nach der Wahrheit und gleichzeitig in Abgründe, als sie bei „Amissa“ nachhaken, einer Hilfsorganisation für vermisste Personen. Denn: Es gibt noch mehr Fälle von jungen Mädchen, die kurz nach einem Umzug verschwanden…

Rasant erzählt, einem Thriller würdig

Das Thema in „Amissa“ – entführte junge Mädchen, die kürzlich umgezogen sind – finde ich sehr spannend. Gleichzeitig hat Kodiak es geschafft, den Stoff spannend und sehr rasant aufzubereiten. Kurze Kapitel, Perspektivwechsel und Zeitsprünge zu „Vorher“ – kursiv geschrieben – sorgen für ausreichend Verwirrung, allerdings im positiven Sinne. Wie alles zusammengehängt, wird erst nach und nach klar, das ganze Ausmaß erfasst der Leser erst zum Schluss. Es bleibt spannend bis zum Ende und ein Cliffhanger sorgt dafür, dass man schon gerne wüsste, wie es mit Rica, Jan und Amissa weitergeht. Alles in allem erfüllt das Buch für mich damit die Kriterien eines Thrillers.

Neue Protagonisten

Ich habe vorher noch nichts von Frank Kodiak gelesen und für dieses Buch ist es auch nicht notwendig. Allerdings gibt es immer wieder kleine Anspielungen auf „Das Fundstück“, einem anderen Thriller des Autors. Der dortige Kommissar spielt auch in Amissa eine Rolle, jedoch eher untergeordnet. Diese kleinen Hinweise machen sogar Lust, auch das andere Buch zu lesen. In Amissa spielt jedoch das Privatermittlerpaar Rica und Jan Kantzius die zentrale Rolle. Im Vergleich zu anderen Büchern führen die beiden eine sehr harmonische Beziehung und ergänzen sich perfekt. Bei allen „kaputten“ Existenzen, die sonst häufig Protagonisten in Thrillern sind, war das eine schöne Abwechslung. Einige Dialoge waren mir etwas zu gewollt, gerade was Humor und Ironie angeht, doch insgesamt hat mich das kaum gestört.

Fazit: Amissa

Mit Amissa hat Frank Kodiak meiner Meinung nach einen recht gelungenen Auftakt zu seiner neuen Thriller-Reihe hingelegt. Das Buch liest sich sehr gut, macht durchaus betroffen ob des Themas und ist insgesamt ein solider Thriller. Die Gewaltszenen sind jedoch nicht zu explizit, hier geschieht vieles auch zwischen den Zeilen und einiges bleibt der Fantasie des Lesers überlassen. An einigen Stellen hätte das Lektorat noch sauberer arbeiten können, doch den Lesefluss stört das nicht. Amissa ist kurzweilige Thriller-Unterhaltung, die Lust auf mehr macht!

Amissa

Autor*in: Frank Kodiak
Kategorie*n: Thriller
ISBN: 978-3-426-30763-2
Verlag: Droemer Knaur
Seiten: 400

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