Anne Jungenitz: Der Blutschlüssel

Ein Thriller, der es wirklich in sich hat
Anne Jungenitz Der Blutschlüssel Escape Room Thriller Los Angeles

Der Blutschlüssel ist ein Escape-Room-Thriller von Anne Jungenitz. Die 280 Seiten habe ich an einem Tag durchgelesen, denn die Geschichte hat mich sehr gefesselt und war mal etwas anderes. Es war allerdings auch mein erster Thriller, der die Thematik Escape Room verarbeitet.

Der Blutschlüssel – Darum geht’s:

Abenteuer in der Anonymität von Los Angeles – das verspricht ein Flyer, dessen Lockruf sechs Fremde folgen. Bei „Partners in Crime“ müssen sie gemeinsam eine Mission bestehen. Was sie noch nicht wissen: Hinter dem Geheimnis verbirgt sich kein „normaler“ Escape Room, sondern ein perfides Spiel. Hinter jedem Raum wartet ein weiterer, doch um voranzukommen, verlangt das Spiel neben Cleverness vor allem eines: einen Blutschlüssel.

Thriller mit Sogwirkung

Aus einem „Ich lese mal kurz rein“ wurde ein Nachmittag voller Spannung, an dessen Ende ich das gesamte Buch gelesen hatte. Von Anfang an ziehen die Figurenkonstellation, der Schreibstil und natürlich die Story die Leser*innen in den Bann. Mir ging es so, dass ich einfach weiterlesen musste, denn mir hat die Thematik sehr gut gefallen und den Aufbau des Buches fand ich grandios. Zudem bin ich ein Fan von Escape Rooms – und werde mir in Zukunft genau überlegen, ob ich mich auf ein solches Abenteuer einlasse…

Sechs Fremde treffen sich zu einem Spiel…

Klingt wie der Anfang eines Abenteuers – oder eben wie der eines Albtraums. Die sechs handelnden Personen – drei Frauen, drei Männer, alle neu in Los Angeles – haben sich nie vorher gesehen und sollen nun zusammen eine Mission bestehen. Schnell stellen sie fest, dass es bei diesem Spiel etwas anders läuft als gedacht. Denn jeder Raum bringt eine neue Herausforderung, deren Lösung nur mit Blut bezahlt werden kann. Man lernt nacheinander die Handelnden kennen, beginnend mit Frances, und man erfährt etwas über den Background der jeweiligen Figur. Außerdem wird die Handlung dann jeweils aus der Sicht dieser Figur weitererzählt. Alle Fragen, die sich am Anfang und während der Handlung auftun, werden ganz am Ende geklärt.

Schreibstil, Setting, Plot – passt!

Den Schreibstil von Anne Jungenitz fand ich sehr gut und wirklich passend. Die Dialoge sind gut ausgearbeitet und haben immer mal scharfzüngige Spitzen, was ich sehr gelungen fand. Das hat für mich die Personen sehr lebendig gemacht. Ich konnte mich bestens in die Situationen hineinversetzen, habe mitgefiebert und war irre traurig über manche Entwicklung, denn die Figuren – vor allem zwei – waren mir sehr ans Herz gewachsen. Die Geschichte „rund“ gemacht haben für mich außerdem das Setting und der gesamte Plot, der gut durchdacht war und alle Fragen am Ende klärt. Die einzelnen Räume waren eindrücklich beschrieben, sodass ich sie mir sehr gut vorstellen und miträtseln konnte, wo denn der Ausgang ist.

Fazit: Der Blutschlüssel

Mein erster Thriller mit Escape-Room-Thematik und gleich ein Knaller! „Der Blutschlüssel“ hat mir wirklich sehr gut gefallen, für mich hat alles gepasst. Es ist kurzweilige Thriller-Unterhaltung mit gut ausgearbeiteten Figuren, einem tollen Setting und erschreckendem Plot. Das Ende setzt nochmal einen drauf! Alles in allem ein Thriller, den ich uneingeschränkt empfehlen würde ?

Schon gewusst?
Unter dem Namen Anne Goldberg verlegt die Autorin auch bei Bastei Lübbe. Schaut euch gern auch mal die Only-One-Reihe an!

Der Blutschlüssel

Autor*in: Anne Jungenitz
Kategorie*n: Thriller
ISBN: 978-3-492-50467-6
Verlag: Piper
Seiten: 280
Copyright: Piper Verlag

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