Simone Buchholz: Knastpralinen

Heißer Sommer für Hamburg und Chas Riley
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Knastpralinen – diesen schönen Titel hat Simone Buchholz ihrem zweiten Band um die charismatische Staatsanwältin Chas Riley gegeben. Wer den Hamburg-Krimi aufmerksam liest, der weiß am Ende der Lektüre auch, was „Knastpralinen“ sind… 😉

Knastpralinen – Darum geht’s:

Sommer in Hamburg – warm, endlos lange Tage in Sankt Pauli. Alles schick, bis in der Elbe diverse Füße, Hände, Kopf und schließlich eine nicht zerstückelte Leiche von unterschiedlichen Personen gefunden werden. Drei Tote, die von keinem vermisst werden – wie kann das sein? Die Kollegen der Kripo finden heraus, dass es dafür gute Gründe gibt. Und Riley muss sich fragen, auf welcher Seite sie eigentlich steht…

Locker und leicht wie der Sommer

Ich bin ehrlich, der zweite Fall für Chas Riley war irgendwie gar kein richtiger. Das Krimigeschehen verlief in einer sehr flachen Spannungskurve und war zudem noch sehr nebenbei. Kurz: Genauso leicht und locker wie der Sommer, in dem er spielt. Chas Riley hat eigentlich viel mehr mit ihren privaten Verstrickungen zu tun, in denen vor allem ihre beste Freundin Carla eine tragende Rolle spielt. Und Klatsche. Und natürlich Sankt Pauli – was sonst! Diese Liebe wurde dafür wieder überdeutlich und genau dafür mag ich die Reihe nach dem zweiten Band noch mehr.

Der Kollege Zufall…

Die Kollegen haben keine Ahnung, was die drei toten Männer miteinander verbindet. Außer vielleicht, dass sie vor Frauen nicht den größten Respekt hatten. Aber sonst? Calabretta und der Rest der Polizeitruppe tappen im Dunkeln und Chas Riley ist diesmal keine große Hilfe. Der pensionierte Kollege Faller, der neuerdings angelt, auch nicht, aber der hat immerhin so ein Gefühl… Schlussendlich trägt der Kollege Zufall entscheidend zur Aufklärung bei, die eigentlich gar keine richtige ist. Den Twist am Ende und die grundlegende Frage, die sich Riley stellen muss, fand ich wiederum ganz spannend und sehr unkonventionell.

Fazit: Knastpralinen

Knastpralinen lebt ebenso wie Band 1 „Revolverherz“ vom Sankt-Pauli-Feeling – aber dem echten, nicht dem touristisch geprägten. Außerdem natürlich von seiner Hauptfigur Chas Riley. Auch diesmal wird über die Maßen viel geraucht und getrunken, dafür umso weniger gesprochen – man versteht sich schweigend (und trinkend). Ich finde Riley hochgradig sympathisch, glaube aber, dass die Krimis nicht jedermanns Geschmack treffen. Man muss ein bisschen was abkönnen und darf den Begriff „Krimi“ auch nicht zu streng sehen. Ein Faible für Hamburg und die Elbe ist in jedem Fall zuträglich 😊

Knastpralinen

Autor*in: Simone Buchholz
Kategorie*n: Kriminalroman
ISBN: 978-3-426-50038-5
Verlag: Arena
Seiten: 256
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