Simon Beckett: Die Verlorenen

Auftakt zu einer neuen Thriller-Reihe des Bestsellerautors
Die Verlorenen Simon Beckett London Jonah Colley

Die Verlorenen wurde von Simon-Beckett-Fans lange ersehnt – zumal es sich um den Beginn einer neuen Thriller-Reihe handelt. Mit seiner Figur des forensischen Anthropologen David Hunter hat es der britische Autor in die Riege der Bestseller geschafft. Nun gibt’s eine neue Figur: Jonah Colley.

Die Verlorenen – Darum geht’s:

Jonah Colley ist Polizist in der Eliteeinheit der Metropolitan Police in London. Seit vor zehn Jahren sein Sohn Theo spurlos auf einem Spielplatz verschwand, ist sein Leben ein Trümmerhaufen. Auch die Freundschaft zu seinem ehemals besten Freund Gavin brach damals ab. Bis Gavin Jonah überraschend anruft und ihn zu einem Treffen bittet. Weil er glaubt, dass sein Freund vielleicht neue Informationen zu Theos Verschwinden hat, fährt Jonah zum Treffpunkt. Doch als er an der verlassenen Lagerhalle ankommt, findet er Gavins Leiche und dazu drei weitere Menschen – fest in Plastikfolie eingewickelt. Doch eines der Opfer scheint noch am Leben zu sein und für Jonah beginnt ein Albtraum…

Wie man es von Simon Beckett gewöhnt ist, beginnt das Buch rasant und spannend. Er wirft die Leser*innen mitten hinein in die Geschichte und ehe man es sich versieht, ist man schon mittendrin im Geschehen. Bei knapp dreißig Seiten haben sich die Ereignisse schon völlig überschlagen und für Jonah ist – wieder mal – nichts wie es war. Der Polizist beginnt auf eigene Faust herauszufinden, was eigentlich passiert ist in diesem verlassenen Lagerhaus am Kai, der ausgerechnet „Slaughter Quay“, Schlachterkai, heißt. Zudem lässt ihn das Verschwinden seines Jungen, dessen Leiche nie gefunden wurde, auch nach zehn Jahren nicht los. Nicht nur Jonah, auch die Leser*innen suchen nach Verbindungen zwischen den Fällen.

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Die neue Figur: Jonah Colley

Wie ist er denn nun, der Neue? Grundsätzlich durchaus sympathisch, ist Jonah Colley aufgrund der vergangenen und aktuellen Ereignisse dennoch ein Wrack. Seine Arbeit bei der Met (Metropolitan Police) ist das einzige, das ihm geblieben ist, nachdem seine Ehe und Freundschaften in die Brüche gegangen sind. Nach dem ersten Band kommt er für mich allerdings nicht an die Figur „David Hunter“ heran. Man darf aber gespannt sein, wie sich Jonah Colley in den nächsten Bänden entwickeln wird.

Viel Spannung, aber kein Thriller

Der Einstieg war gut, rasant und der Schreibstil ist wie immer hervorragend. Das Buch liest sich gewohnt flüssig, bietet ausreichend Beschreibungen, um Atmosphäre aufzubauen, und verliert sich nicht in Details, sodass die Spannung gehalten wird. So kennt man es von Beckett und das bekommt man auch in „Die Verlorenen“. Allerdings muss ich sagen, dass – wie schon die letzten zwei, drei Hunter-Bände – es für mich kein Thriller ist. Es ist für meine Begriffe ein wirklich guter, sehr solider und auch spannender Kriminalroman. Aber für einen Thriller hat mir der Nervenkitzel, einfach gewisse Etwas noch gefehlt. An den Auftakt der Hunter-Reihe, „Die Chemie des Todes“, kommt das Buch nicht heran. Das mag jedoch meine völlig subjektive Meinung sein!

Fazit: Die Verlorenen

Der neue Beckett hat mir trotz kleiner Kritik sehr gut gefallen! Ich mag einfach den Stil des Autors und den bekommt man auch in „Die Verlorenen“. Grundsätzlich finde ich es immer schade, wenn Ermittler der Typ „einsamer Wolf“ sind, bezeichnet vom Leben und auf sich gestellt. Aber auch das ist wohl eher subjektives Empfinden. Ich bin gespannt, wie die Reihe weitergeht – eine Frage ist nämlich noch offen geblieben…

Die Verlorenen

Autor*in: Simon Beckett
Kategorie*n: Thriller
ISBN: 978-3-8052-0052-3
Verlag: Wunderlich
Seiten: 416

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