Sam Heughan & Graham McTavish: Clanlands

Zwei Männer in Kilts auf einem Trip durch Schottland
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Clanlands entstand als Buch parallel zur Dokuserie „Men in Kilts“, in der Sam Heughan und Graham McTavish durch ihre Heimat Schottland reisen. Die beiden Schauspieler kennen viele wohl eher als „James Fraser“ und „Dougal MacKenzie“ aus der Buchverfilmung „Outlander“ von Diana Gabaldon. Im Buch – und der Serie – nehmen die beiden Schotten die Leser*innen mit auf einen geschichtsträchtigen und recht feucht-fröhlichen Trip durch ihre Heimat.

Clanlands – Darum geht’s:

Clanlands, sprich das Land der Clans – das ist Schottland. Heughan und McTavish begeben sich auf einen Roadtrip, der sie tief in die Geschichte und die Kultur ihres Landes führt. Mit Wohnmobil, Motorrad, Kajak und anderen fahrbaren Untersätzen erkunden sie Küsten und Seen, Berge und Täler, Burgen und Ruinen. Dabei treffen sie auf Weggefährten aus „Outlander“, Vertreter einiger Clans und Experten auf bestimmten Gebieten, z.B. für Gälisch, Clankunde oder Schwertkampf. Außerdem dabei: jede Menge Anekdoten, mystische Geschichten und selbstverständlich Whisky.

Schotten, Schauspieler, Schleichwerbung 😉

In insgesamt 15 Kapiteln begleiten die Leser*innen die beiden markanten Schotten auf ihrem Trip durch den rauen Norden Großbritanniens. Sie erzählen jeweils abwechselnd von ihren Eindrücken in der Ich-Perspektive – gern unterbrochen und ergänzt vom jeweils anderen. Mir hat der Erzählstil des Buches gut gefallen, da es dadurch eine – eigentlich zwei – recht subjektive Note bekommt. Allerdings werden manche Passagen so auch doppelt erzählt, wodurch an manchen Stellen einige Längen entstehen und man denkt „Weiß ich doch jetzt schon…“ Der Humor der beiden ist recht trocken und teilweise derb, doch das lockert das Ganze sehr auf!

Neben der Geschichte Schottlands erfährt man Vieles über die beiden Akteure selbst. Sie plaudern ein wenig aus dem Nähkästchen – sowohl hinsichtlich der „Outlander“-Drehs und ihrer Figuren als auch aus ihrer allgemeinen Laufbahn als Schauspieler. Das ist durchaus spannend, da Vieles davon eng mit Schottland und ihrer Herkunft verknüpft ist. Dennoch kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier doch unterschwellig, aber kräftig die Werbetrommel gerührt wird. Sei es für Heughans „Sassenach“-Whisky oder den gleichnamigen Tartanstoff, dessen Muster extra angefertigt wurde.

Ein Must-Read für „Outlander“-Fans

Zugegeben, es geht um Schottland und man lernt tatsächlich einiges über diese raue Schönheit. Dennoch bin ich der Meinung, dass der Lesespaß doppelt so groß ist, wenn die Serie gesehen hat. Im Buch werden nämlich Schauspielkolleg*innen bzw. deren Figuren erwähnt, mit denen man nicht viel anfangen kann, wenn man das „Outlander“-Universum nicht kennt. Wer die Serie jedoch kennt, hat Gesichter oder bestimmte Folgen im Kopf und kann das Beschriebene lebhaft vor sich sehen. So ging es mir jedenfalls und daher würde ich schon sagen: Clanlands ist ein Must-Read für alle „Outlander“-Fans, zumal Diana Gabaldon das Vorwort verfasst hat. Davon abgesehen, kommen auch Schottlandliebhaber auf ihre Kosten, wenn sie sich nicht an den „Outlander“-Anekdoten stören.

Fazit: Clanlands

Mir hat Clanlands insgesamt sehr gut gefallen. Über die Längen hier und da konnte ich hinwegsehen, weil es der typisch schwarze Humor der beiden wieder herausgerissen hat. Heughan hat McTavish ständig auf dem Kieker und treibt ihn zu immer neuen Aktionen an. Die Reaktionen darauf sind wirklich unterhaltsam zu lesen und ganz nebenbei lernt man dann doch noch so einiges zu Schottlands Geschichte. Denn eines wird klar: Die beiden lieben ihre Heimat und sind stolz, Schotten zu sein. Und diese Vibes bringen die beiden in jedem Fall rüber. In diesem Sinne: Slàinte mhath!

Clanlands

Autor*in: Sam Heughan & Graham McTavish
Kategorie*n: Reise
ISBN: 978-3-426-22767-1
Verlag: Droemer Knaur
Seiten: 400
Copyright: Knaur HC

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